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Aktiv & Verliebt im Test: Partnersuche für Singles mit Bewegungsdrang

Wandern am Sonntag, Velo zur Arbeit, im Winter so oft wie möglich auf die Piste: Wenn Dein Kalender so aussieht, kennst Du das Problem. Die Person, die Du triffst, soll nicht nur nett sein, sondern auch mal mitkommen wollen. Genau hier setzt Aktiv & Verliebt an, eine Partnerbörse für sportliche Singles, die es in der Schweiz etwa seit 2023 gibt. Als ich gesucht habe, existierte sie noch nicht, ich spreche hier also nicht aus eigener Erfahrung mit der Seite. Ich habe mir die öffentlichen Seiten, die AGB, die FAQ und Testberichte angesehen und sage Dir, was davon zu halten ist.

Für wenaktive, naturverbundene Singles mit ernsten Absichten
Alterlaut Testberichten rund 80 % zwischen 30 und 55
TestPersönlichkeitstest mit Matchmaking, «wissenschaftlich fundiert»
GratisAnmeldung, Testergebnis, Partnervorschläge
Premiumab ca. CHF 59.90 pro Monat je nach Laufzeit (laut Testberichten)
Kündigung14 Tage vor Laufzeitende, sonst Verlängerung um dieselbe Dauer
Appkeine, die Seite funktioniert im mobilen Browser
Betreiberbe2 S.à.r.l., Luxemburg
Unsere Note8,3 / 10
Startseite von Aktiv und Verliebt

  Worum es bei Aktiv & Verliebt geht

«Dein Treffpunkt für sportliche Singles» steht auf der Startseite, und die Themen sind genau die, die man erwartet: Natur, Reisen, Sport. Interessant finde ich, dass auch Meditation dazugehört. Aktiv heisst hier also nicht zwingend Ironman, sondern eher: jemand, der gern draussen ist und sein Leben nicht nur auf dem Sofa verbringt.

Gesucht werden Beziehungen, keine schnellen Abenteuer. Laut Testberichten liegt das Durchschnittsalter bei etwa 40 Jahren bei den Frauen und 43 bei den Männern. Das ist eine Altersgruppe, in der man oft genau weiss, wie man seine Wochenenden verbringen will, und das auch vom Gegenüber erwartet.

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  Test, Vorschläge und was gratis ist

Nach der Anmeldung machst Du einen Persönlichkeitstest. Das Ergebnis und die Partnervorschläge, die daraus entstehen, bekommst Du kostenlos. Für alles, was mit echtem Kontakt zu tun hat, brauchst Du Premium: Fotos ansehen, unbegrenzt Nachrichten schreiben, Videoanrufe und eine Favoritenliste. Das Kennenlernen per Video ist übrigens gerade bei aktiven Leuten praktisch, weil man vor dem ersten Treffen schon merkt, ob die Chemie stimmt, bevor man gemeinsam drei Stunden auf einen Gipfel steigt.

Laut der FAQ gibt es kleine Eisbrecher wie die «Flirtfragen», drei Fragen, mit denen ein Gespräch leichter anfängt. Lesebestätigungen gibt es keine, auch das mit Absicht. Eine App fehlt noch («Demnächst verfügbar»). Für eine Zielgruppe, die viel unterwegs ist, ist das ein kleiner Minuspunkt, auch wenn die Seite im Handy-Browser gut nutzbar ist.

Bei der Sicherheit setzt Aktiv & Verliebt auf dasselbe wie die anderen be2-Marken: KI-gestützte Prüfungen, automatische Fotokontrollen, SSL-Verschlüsselung und Meldewerkzeuge. Nur wer seine E-Mail bestätigt hat, kann schreiben. Gemeldete Profile werden von Menschen angeschaut, aber nicht jedes Profil wird von Hand kontrolliert. Für ein erstes Treffen gilt deshalb wie überall: öffentlicher Ort, eigene Anreise, und jemand weiss, wo Du bist.

  Die 400 000 Abenteurer, kurz eingeordnet

Auf der Startseite ist von «mehr als 400.000 Abenteurern» die Rede. Das klingt nach einer riesigen Sportgemeinschaft. Der Kleingedruckte Hinweis erklärt aber, dass diese Zahl die aktiven Mitglieder der gesamten Datenbank von be2 S.à.r.l. meint (Durchschnitt über 30 Tage, Stand November 2024, laut Anbieter). Aktiv & Verliebt gehört zum gleichen Netzwerk wie be2 und VerliebtAb40, und diese Marken teilen sich einen Teil der Profile.

Ich sehe das gelassen. Du triffst nicht nur Marathonläufer, dafür ist der Pool grösser, als eine reine Nischenseite ihn je hätte. Der vernünftige Schluss daraus: Such Dir die eine Marke aus, deren Ausrichtung Dich anspricht, statt Dich bei drei Schwesterseiten gleichzeitig anzumelden. Im Premium-Bereich sind laut Anbieter übrigens 56 % Männer und 44 % Frauen unterwegs.

  Dein Profil: sportlich, aber nicht wie ein Trainingsplan

Bei sportlichen Menschen sehe ich immer wieder die gleichen Fallen. (Mein eigenes Profilbild war damals ein Skifoto mit Helm und Sonnenbrille. Eine Freundin meinte, ich sehe aus wie eine Bankräuberin in den Ferien.) Hier meine Tipps:

  1. Ein Foto, auf dem man Dein Gesicht klar erkennt, gehört an erste Stelle. Das Actionbild vom Gipfel darf gern dazu, aber nicht als einziges.
  2. Werde konkret. «Ich mag Sport» sagt nichts. «Sonntags am liebsten aufs Hörnli, danach Zmittag in der Beiz» sagt viel.
  3. Lass Bestzeiten und Höhenmeter weg. Sie wirken schnell wie eine Aufnahmeprüfung, und wer lieber gemütlich wandert, fühlt sich ausgeschlossen.
  4. Zeig, dass Du auch ein anderes Tempo kennst. Ein Satz über einen faulen Regentag macht Dich sympathischer als zehn Sportarten.
  5. Schreib, was Du gern zu zweit machen würdest. Das ist eine Einladung, und darauf antwortet man leichter.

Denk daran, dass nur Premium-Mitglieder mit eigenem Foto Deine Bilder sehen und Du einzelne Fotos verschwommen machen kannst. Im Chat lassen sich später weitere Bilder teilen, allerdings erst nach ein paar Nachrichten und mit Zustimmung beider Seiten. Pro Chat sind es höchstens fünf Fotos, sie kommen verschwommen an und verschwinden 24 Stunden nach dem Öffnen. Das Gipfelselfie mit Sonnenbrand bleibt also nicht ewig im Umlauf. Mehr zum ersten Schreiben findest Du in meinen 3 goldenen Regeln für gute Kommunikation.

  Preise und Vertragsende

Offizielle Preise gibt es erst nach der Anmeldung. Laut Testberichten kostet Premium ca. CHF 119.90 pro Monat bei 3 Monaten, CHF 79.90 bei 6 Monaten und CHF 59.90 bei 12 Monaten. Ein Bericht erwähnt zusätzlich eine Laufzeit von einem Monat.

Beim Vertragsende lohnt sich Aufmerksamkeit, denn auf Bewertungsportalen beklagen sich laut Testberichten einige über automatische Verlängerungen. Die Regel ist eigentlich einfach: Das Abo läuft nach der ersten Laufzeit von selbst weiter, und zwar genauso lang. Wer das nicht möchte, muss bis spätestens 14 Tage vor Ablauf gekündigt haben, über «Verträge hier kündigen» unten auf der Seite oder schriftlich. Ein gelöschtes Profil gilt nicht als Kündigung.

  Fazit: 8,3 für eine sympathische Idee mit Luft nach oben

Die Idee finde ich schön: Menschen, die gern draussen sind, suchen oft jemanden, der mitzieht, und hier wird das von Anfang an klar. Der Persönlichkeitstest und die Vorschläge sind gratis, die Technik ist dieselbe bewährte wie bei be2. Punkte lasse ich wegen der fehlenden App, und weil hinter der Marke keine eigene Sportgemeinschaft steht, sondern das grosse be2-Netzwerk mit sportlichem Anstrich. Wie es um das Verhältnis von Frauen und Männern auf Partnerbörsen allgemein steht, habe ich in Wo sind die Männer, wo sind die Frauen? aufgeschrieben. Den Überblick über alle sieben Seiten findest Du im Vergleich auf der Startseite.

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